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Meat Loaf

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Meat Loaf

Meat Loaf ist der Mann der großen Gesten, der mit seiner bombastischen Rockmusik Millionen von Alben verkaufen konnte. Meat Loaf wurde als Marvin Lee Aday am 22. Januar 1946 in Dallas geboren. Während seiner Studienzeit erhielt er von seinem damaligen Basketballtrainer den Spitznamen Meat Loaf. 1967 zog er nach Los Angeles, wo er in verschiedenen Bands spielte. 1970 ergatterte Meat Loaf eine Rolle im Musical ‚Hair‘. Der Sänger weckte das Interesse des Soul-Labels Motown und nahm zusammen mit der Soulsängerin Stoney das Album ‚Stoney & Meat Loaf‘ (1971) auf. Das Album floppte gewaltig. Meat spielte in diversen Theaterstücken und lernte durch seine Hauptrolle in ‚More Than You Deserve‘ den Pianisten, Komponisten und Arrangeur Jim Steinman kennen, der dieses Musical geschrieben hatte. Kurz darauf war der korpulente Sänger in ‚The Rocky Horror Show‘ zu bewundern und sein Name wurde allmählich bekannt. Meat Loaf half seinem alten Freund Ted Nugent bei dessen Album ‚Free-for-All‘ und tourte mit Steinman durch Amerika.

Gemeinsam mit Steinman arbeitete Meat Loaf an neuem Material und 1977 erschien endlich sein erstes Album ‚Bat Out of Hell‘. Mit Todd Rundgren als Produzent und Bruce Springsteens E Street Band als Begleitband lieferte Meat ein beeindruckendes Album ab. Zunächst schien das Album etwas ignoriert zu werden, doch dank seiner überwältigenden Live-Auftritte (bei denen Karla De Vito die auf der Platte zu hörende Ellen Foley ersetzte) gelang es Meat Loaf, das Album zu einem riesigen Erfolg zu machen. Und als ‚Paradise By the Dashboard Light‘ auch in den Niederlanden ein großer Hit wurde, schien Meat Loafs Erfolg nicht mehr aufzuhalten.

Nun wartete man auf einen Nachfolger. Meat Loaf hatte jedoch ernsthafte Stimmprobleme und Steinman wurde durch das lange Warten so frustriert, dass er beschloss, das Album selbst einzusingen, und 1981 erschien ‚Bad For Good‘.

In der Zwischenzeit widmete sich Meat Loaf seiner alten Liebe: der Schauspielerei. So spielte er unter anderem zusammen mit Debbie Harry in ‚Roadie‘. 1981 erschien Meat Loafs lang erwartetes zweites Album ‚Dead Ringer For Love‘ – doch das Album war bei weitem nicht so erfolgreich wie ‚Bat Out Of Hell‘. Enttäuscht vom ausbleibenden Erfolg entbrannte ein heftiger Streit zwischen Meat Loaf und Jim Steinman, der vor Gericht ausgetragen wurde. 1983 wurde Meat sogar für bankrott erklärt. Seine Karriere geriet ins Stocken und seine Alben ‚Midnight At The Lost And Found‘ (1983), ‚Bad Attitude‘ (1984) und ‚Blind Before I Stop‘ (1986) verkauften sich zwar einigermaßen, doch der frühere Erfolg schien vorbei zu sein.

Nachdem Steinman und Meat Loaf Mitte 1992 wieder versöhnt waren, erschien zur Überraschung vieler das lang erwartete ‚Bat Out of Hell II: Back Into Hell‘ (1993), das einen Meat Loaf in Topform zeigt. Mit dem mitreißenden ‚I'd Do Anything For Love (But I Won't Do That)‘ und dem großartigen dazugehörigen Videoclip landete er endlich wieder einen riesigen Welthit. Von dem Album wurden weltweit etwa sechs Millionen Exemplare verkauft und Meat Loaf war wieder voll zurück. 1995 lieferte er, übrigens ohne Hilfe von Jim Steinman, das Album ‚Welcome To The Neighbourhood‘ ab und stand mit ‚I’d Lie For You‘ hoch in den Charts.

Verstorben

Am 20. Januar 2022 verstarb Meat Loaf im Alter von 74 Jahren.

Meat Loaf war jedoch nicht nur Sänger, sondern auch Schauspieler. Bevor er Bat Out of Hell veröffentlichte, war er in The Rocky Horror Picture Show zu sehen, unter anderem mit Susan Sarandon und Tim Curry. Es war eine musikalische Horror-Komödie, die zunächst schlecht aufgenommen wurde, später aber in den USA Kultstatus erreichte. Weitere Filme, in denen der Sänger zu sehen war, sind Leap of Faith, Fight Club und Tenacious D in the Pick of Destiny.

Top 2000

In der 23. Ausgabe der Top 2000 ist Meat Loaf mit 6 Nennungen vertreten:

Sunday Morning Classic: Bat Out Of Hell

Am 6. September 2020 ist Meat Loaf unser Sunday Morning Classic mit dem Album Bat Out Of Hell.

Das Album enthält Musik in bombastischem und wagnerianischem Stil. Als Jim Steinman und Meat Loaf dieses Album Musikfirmen vorstellten, stießen sie auf viele Probleme, jemanden zu finden, der es produzieren wollte. Gitarrist Todd Rundgren hörte davon und entschied sofort, dass er das Album produzieren wollte. Rundgren verlangte zunächst satte 45.000 Dollar für die Produktion von Alben, doch das wurde abgelehnt, da es für dieses Projekt zu hoch war. Er stimmte einem Prozentsatz der Einnahmen zu, wodurch er dennoch ein kleines Vermögen damit verdiente. Es wurde beschlossen, das Album komplett aufzunehmen und nicht jeden Song einzeln. Es war schwierig, ein Label zu finden, und schließlich wurde es Cleveland International Records.

Das Coverdesign dieses Albums stammt von Jim Steinman und wurde von Richard Corben illustriert. Das Album ist Wesley und Wilma Aday (Meat Loafs Eltern) sowie Louis Steinman gewidmet.

Das Album war nicht sofort ein Hit; es musste wachsen. Pro Jahr werden etwa 200.000 Exemplare von Bat Out of Hell verkauft. Weltweit wurden mehr als 43 Millionen Exemplare verkauft. Allein in Amerika sind es 16 Millionen und mehr als 1,5 Millionen Alben in Australien (selbst nach der Neuzählung der Listen im November 2006 stand es auf Platz 41 der Australian Recording Industry Association). Damit wurde es zum viertmeistverkauften Album aller Zeiten. Es stand 474 Wochen in der englischen Hitliste, knapp hinter Fleetwood Macs Rumours, das 478 Wochen dort war. Auf der Liste der 500 Greatest Albums of All Time des Magazins Rolling Stone stand dieses Album 2003 auf Platz 343. Es ist auch eines von nur zwei Alben, die nie aus der englischen Top-200-Hitliste entfernt wurden und damit das am längsten notierte Album der Welt sind.

Quelle: Muziekwereld, Wikipedia und NPO Foto: super festivals

In de collectie

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