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Michael Kiwanuka

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Michael Kiwanuka

Michael Samuel Kiwanuka (London, 3. Mai 1987) ist ein englischer Soulsänger. Am 6. Januar 2012 gewann er den Sound of... , einen jährlichen Wettbewerb der BBC, der die aufregendsten Künstler der Zukunft auflistet. Bekannte Namen dürfen an dem Wettbewerb nicht teilnehmen.

Ein Teil von Michael Kiwanukas Wurzeln liegt in Uganda, woher seine Eltern vor seiner Geburt fliehen mussten. Nach einem Studium geht es musikalisch schnell voran mit Kiwanuka: Er unterstützt Adele auf einer Tour und unterschreibt schließlich 2011 bei einem Label, von dem 2012 das Debütalbum Home Again erscheint. Der Erfolg der Singles ‚Home Again‘ und ‚Tell Me A Tale‘ führte dazu, dass er mit Bill Withers und Otis Redding verglichen wurde.

Michael Kiwanuka veröffentlicht 2016 sein Album Love & Hate. Mit dem Album verlässt Michael Kiwanuka seine Komfortzone. Die erste Single des Albums ist ‚Black Man In A White World‘. Zusammen mit dem britischen Produzenten Inflo und Brian Joseph Burton, besser bekannt als Danger Mouse, schuf Kiwanuka eine Mischung aus Gospel, Soul, Blues und Psychedelic. Der Song ‚Black Man In A White World‘ ist inspiriert vom amerikanischen Bluessänger Son House und handelt von Unruhe, Rassenhass und der Suche nach einer eigenen Identität.

Sunday Morning Classic: Love & Hate

Am 13. Juni 2021 war Michael unser Sunday Morning Classic mit dem Album Love & Hate.

Kiwanuka behandelt Themen wie Identität und Rassismus, Themen, die sowohl im Vereinigten Königreich als auch in den USA selbstverständlich besonders relevant sind. ‚Black Man In A White World‘ ist ein Funk, der an James Brown erinnert, gesungen von einem Sänger, der hauptsächlich Soul, R&B und clevere Popmusik zu seinem Markenzeichen gemacht hat. Das neue Love & Hate zeigt, dass Michael jetzt ein erwachsener Mann ist, jemand, der Lebensweisheiten teilen kann. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um aus diesem neuen Album des mit einer goldenen Stimme gesegneten Sängers mit ugandischen Wurzeln wirklich etwas Besonderes zu machen. Der erste Song ‚Cold Little Heart‘ ist gleich ein besonders starker Auftakt, der zehn Minuten deiner Zeit verlangt, aber dafür unglaublich viel zurückgibt.

Dennoch geht es auf Love & Hate vor allem darum, eine eigene Stimme in der Welt zu finden und das manchmal schmale Grenzgebiet zwischen Liebe und Hass. Gleichzeitig geht es auch um kreative Weiterentwicklung: Nicht nur ist der Songwriter inzwischen ein ganz anderer Mensch geworden, auch seine Musik hat deutlich eine große Entwicklung durchgemacht. So wird sein neues Album Love And Hate fast zu einem modernen Soulklassiker auf Basis derselben Zutaten (unter anderem Handclaps, Orchester, Backgroundchor), die etwa Helden wie Otis Redding, Al Green und Curtis Mayfield früher verwendeten.

Der große Unterschied zum Debütalbum liegt in dem Schub zur Reife. Das hört man schon im Albumnamen, aber auch in den Songs selbst wird dieses Wachstum ausgedrückt. Kiwanuka versucht, Schubladen aufzubrechen und stößt dabei manchmal an Wände (u.a. Falling und Rule The World). Dennoch verliert er nie den Mut und bleibt optimistisch, auch in einer Welt, die ihn manchmal schwer stimmt (One More Night). Dieses neue Album, zehn Songs in knapp einer Stunde, erfüllt das Versprechen des Debüts voll und ganz, wobei wir auf Love & Hate vor allem die wunderbaren Keime eines echten Meisterwerks hören.

Quelle: Jan Liebregts und NPO Foto: Anna Hanks

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