Nothing But Thieves besteht aus den Schulfreunden Conor Mason (Gesang), Joe Langridge-Brown (Gitarre), Dominic Craik (Gitarre und Keys), Philip Blake (Bass) und James Conor (Schlagzeug), Dom, Joe und Dave. Die Band unterschrieb 2014 einen Plattenvertrag. Die Band wurde 2012 in Southend-on-Sea, England, gegründet.
Das große Idol von Nothing But Thieves ist Jeff Buckley, den Conor als wahres Genie beschreibt. Buckleys Einfluss ist in den komplexen Gitarrenlinien und den schwebenden Gesangspassagen von Nothing But Thieves zu hören.
Debütalbum
Dank der Debütsingle 'Itch' wurde die Band 2013 von BBC Radio 1 entdeckt. Die Herren legten ein rasantes Tempo vor, ein Jahr später standen sie als Vorband von Arcade Fire, Twenty One Pilots, Muse, George Ezra und AWOLNATION auf der Bühne. Festivals durften natürlich nicht fehlen und ihr Debütalbum erschien im Oktober 2015. Der Song 'Trip Switch' von diesem Album erhielt den Status eines 3FM Megahits.
Broken Machine
Das zweite Studioalbum, Broken Machine, erschien 2017. Die 3FM Megahits 'Amsterdam', ein schön beschwingter Song, und die melancholische Ballade 'Sorry' stammen von dieser Platte. Beide Songs wurden 3FM Megahit.
Broken Machine ist ein Album, das nah ankommt und widerspiegelt, wer die Männer als Band sind: "Dieses Album ist ein Schnappschuss davon, wo und wer man als Band über einen kurzen Zeitraum ist. Geschrieben in 2015/2016... nun, uns fehlten nicht die Themen zum Schreiben. Die Platte dreht sich um die Systeme des Lebens, die wir als automatisch und fehlerlos wahrnehmen, die in Wirklichkeit aber alles andere als das sind." Der Song 'Particles' handelt zum Beispiel von der Sucht des Frontmanns Conor Mason nach Schlafmitteln.
Top 2000
In der 14. Ausgabe der Top 2000 (wir leben jetzt im Jahr 2023) steht Nothing But Thieves auf den folgenden heiß begehrten Plätzen:
Sunday Morning Classic
Für unseren Sunday Morning Classic gehen wir ein wenig zurück in der Zeit, und zwar ins Jahr 2020. Damals erschien das Album Moral Panic, unser Sunday Morning Classic vom 30. April 2023.
Moral Panic ist das dritte Studioalbum von Nothing But Thieves und wurde am 23. Oktober 2020 veröffentlicht. Vom Album wurden fünf Singles veröffentlicht: Is Everybody Going Crazy? (März 2020), Real Love Song (Juni 2020), Unperson (August 2020), Impossible (September 2020) und Phobia (Oktober 2020).
An den vorherigen Singles konnten wir bereits hören, dass Nothing But Thieves erneut leicht den Kurs geändert hat. Um ihrem wachsenden Status gerecht zu werden, versuchen die Briten mit ihrem ‚neuen‘ Sound ein größeres Publikum anzusprechen. So greifen sie jetzt viel öfter zu elektronischen Elementen, wo früher einfach die Gitarre dominierte. Die Männer sind sehr gut darin gelungen, Gitarren und Elektronik Hand in Hand gehen zu lassen. Mehr noch: Das sorgt für eine extra bombastische Note, die perfekt zu all den gesellschaftlich relevanten Themen passt, die auf Moral Panic behandelt werden. Ob das Coronavirus eine Rolle im Schreibprozess des Albums gespielt hat, wissen wir nicht, aber es hat sicher hier und da mitgeholfen. So eröffnet die Platte gleich mit einem dicken Fuck you an die heutige Gesellschaft. „Unperson“ basiert auf dem Buch 1984 von George Orwell, das davon handelt, dass wir unser eigenes Leben nicht mehr kontrollieren können und unsere Freiheiten nicht mehr selbst in der Hand haben. Das klingt doch bekannt, oder? Natürlich bezieht sich Mason hier auf die Macht des Staates und alle Datenschutzmängel: ein alles vernichtender Wirbelsturm, der als Spur der Zerstörung eine unglückliche Generation zurücklässt. Dazu kommen noch die schweren, elektronisch gefärbten Riffs, und Nothing But Thieves hat dich sofort mit dem Rücken zur Wand gestellt. Es ist etwas, das die Briten auf ihrem dritten Album zur Gewohnheit machen, uns mit der Nase auf die Fakten zu stoßen. Mit beängstigenden Beats und einer eiskalten Gitarre werden wir durch die verschiedenen Dimensionen von „Phobia“ geführt, während uns die Problematik der psychischen Gesundheit deutlich gemacht wird. Auch sieht Conor für diese Generation auf „This Feels Like the End“ keine Zukunft mehr. Begleitet von hohem Tempo und harten Gitarren singt er über den Schmerz, in dem wir alle leben, und darüber, wie unglücklich sich die Welt fühlt, sodass das Ende nahe scheint.
Nothing But Thieves hat mit dem dritten Langspieler also seine Horizonte etwas erweitert, wodurch die Band aller Wahrscheinlichkeit nach ein noch größeres Publikum ansprechen wird. Mit Moral Panic haben die Männer von Nothing But Thieves zweifellos viele Herzen gewonnen. Auf jeden Fall unseres!
Quelle: NPO und Wikipedia Foto: Memelord38 und Drew de F Fawkes




