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Rage Against The Machine

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Rage Against The Machine

Rage Against The Machine wurde 1991 gegründet und besteht aus Rapper Zack de La Rocha, Gitarrist Tom Morello, Bassist Tim Commerford und Schlagzeuger Brad Wilk. Die Band war eine der ersten, die die Genres Hardrock und Rap zu Rapcore kombinierten.

Die Band ist bekannt für ihre sozialistischen Texte und politischen Aktionen innerhalb und außerhalb der Musik. Der Großteil der Texte von De la Rocha behandelt politische Themen. Die Bandmitglieder wandten sich häufig gegen den Kapitalismus und unterstützten kleine sozialistische Gruppen. Zudem stützt sich die Musik auf die experimentellen Gitarrensounds von Tom Morello.

Sowohl De La Rocha als auch Commerford waren zuvor in der Hardcore-Band Inside Out aktiv, während Morello Teil von Lock Up war. Wilk spielte Schlagzeug in einer Coverband mit Pearl Jam-Sänger Eddie Vedder.

Der Bandname basiert auf einem Song von Zacks alter Band Inside Out und steht für den Widerstand gegen das Establishment. Die musikalische Mischung aus Hardcore, Metal und Rap resultiert hauptsächlich aus De La Rochas Interesse an Old-School-Hip-Hop und Hardcore sowie Morellos Vorliebe für Hardrock und Punk.

Von einer selbstproduzierten Demokassette schafft es die Band durch viel Live-Spielen, mehr als 5000 Exemplare aus eigener Kraft zu verkaufen. Während des Auftritts von Rage Against The Machine auf Lollapalooza II wird die Band von einem Talentscout von Epic entdeckt, und 1992 erscheint Rage Against The Machine auf dem Epic-Label.

Der bekannteste Song ist 'Killing In The Name', eine Attacke gegen das Establishment. ‚Weg mit der korrupten Polizei, die sich in den USA in den 90er Jahren mehrfach rassistisch und extrem gewalttätig verhielt.‘

In der Top 2000 von 2020 stand 'Killing in the Name' auf Platz 52.

Sunday Morning Classic: Rage against the machine

Am 30. Mai 2021 lag Rage Against the Machine als Sunday Morning Classic auf unserem Plattenteller.

Politik und Rock – immer ein sensibles Thema. Wie sagst du, was du wirklich willst, ohne Zensurrisiko? Und wenn du die Musik zu schön machst, geht dann die Botschaft verloren? Rage Against The Machine ist musikalisch abenteuerlich, funky bis ins Detail und wahnsinnig.

Indem sie den Stil von Public Enemy mit einigen schönen avantgardistischen Metal-Formen kombinieren, bleibt RATM ein Vorbild dafür, wie man weißen Rap-Rock macht, der Grenzen überschreitet. Erstens die Überzeugung, mit der Sänger Zach de la Rocha seine Texte spuckt. Zweitens der Einsatz einer Gitarre von Tom Morello als Gegenpol zur Empörung über eine ‚freie‘ Welt, die Heuchelei und Unrecht birgt. Es ist ein berauschender Mix, der nie besser war als auf diesem Debütalbum.

Songs wie Bullet In The Head und Killing In The Name verwenden begrenzte, sich wiederholende Phrasen, um dich wachzurütteln, während du trotzdem zu den fantastisch rollenden Riffs tanzen kannst. Erst wenn du genau unter die Haube schaust, siehst du die Schwächen. ‚Amerika ist korrupt und lügt seine Bürger an‘ und ‚die Welt ist unfair, wenn du enteignet wirst‘. Das machte RATM's Debüt natürlich auch zum ultimativen Teenager-Rebellionsalbum bis heute.

Aber es nur als Plattheit abzutun, wäre letztlich unfair. Im Gitarrenspiel von Tom Morello erlebten wir Innovation in großem Stil. Sein Stil war eine Vorlage für eine Generation und wurde kaum verbessert. Und beim Politisieren einer Generation, so platt es auch sein mag, hat RATM zumindest einen Schlag versetzt. In diesem besorgniserregend apolitischen Klima heute wirkt es noch mutig konfrontativ. Musikalisch bleibt es ein Meilenstein.

Quelle: Jan Liebregts und NPO Foto: Penner

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