Ich hatte einmal die Ehre, Ramses ganz kurz zu sprechen. Das war nach einer Sendung von Sonja Barend im Rode Hoed in Amsterdam. Ich glaube, es war 1992, aber ganz sicher weiß ich das nicht mehr. Ramses trat dort zusammen mit Huub van der Lubbe von De Dijk auf, und ich war ganz kurz dabei. Wir gingen zusammen die Treppe hinunter, und ich nutzte die Gelegenheit, um kurz ins Gespräch zu kommen. Was für ein netter Mann!
Ramses Shaffy
Ramses Shaffy (Neuilly-sur-Seine, 29. August 1933 – Amsterdam, 1. Dezember 2009) war ein niederländischer Chansonnier und Schauspieler. Nach einer Karriere als Schauspieler bei der Nederlandse Comedie machte Shaffy seit den sechziger Jahren als Sänger Furore. Lieder wie Sammy, We zullen doorgaan, Pastorale, Laat me, Zing, vecht, huil, bid, lach, werk en bewonder und Shaffy cantate aus den sechzigern und siebzigern wurden Klassiker.
Ramses Shaffy (Spitzname Didi) wurde in der Pariser Vorstadt Neuilly-sur-Seine geboren, als Sohn des ägyptischen Konsuls Ramsès Shaffy Bey und der polnischen Gräfin Alexandra de Wysocka russischer Herkunft. Die ersten sieben Jahre seines Lebens verbrachte er in Cannes bei seiner Mutter. Als diese an Tuberkulose erkrankte, kam Shaffy – über eine Tante in Utrecht und ein Kinderheim in Zeist – in die Pflegefamilie von Roos und Herman Snellen in Leiden, wo er als Didi Snellen aufwuchs.
Er machte die weiterführende Schule nicht zu Ende und wurde 1952 an der Amsterdamer Schauspielschule aufgenommen. Anschließend debütierte er 1955 bei der Nederlandse Comedie. 1960 reiste er mit seinem Partner Joop Admiraal nach Rom in der Hoffnung, dort als Filmschauspieler Arbeit zu finden, kehrte aber erfolglos zurück. Die Briefe an ihre gemeinsame Freundin Shireen Strooker wurden 2004 in Brieven uit Rome veröffentlicht. 1961 spielte Shaffy die Rolle des Mr. Darcy in der Fernsehserie ‚De vier dochters Bennet‘, basierend auf Jane Austens Buch Pride and Prejudice. 1964 gründete er die Theatergruppe Shaffy Chantant. In diesem Programm traten neben Pianist Polo de Haas, Loesje Hamel und diversen Gästen wie Joop Admiraal auch die Sängerin Liesbeth List auf, mit der er lange zusammenarbeitete. Polo de Haas wurde später durch den Pianisten Louis van Dijk ersetzt. Das bekannteste Lied der Gruppe wurde die Shaffy Cantate. Danach tourten Shaffy und List mit dem Trio Louis van Dijk durchs Land. In dieser Zeit hatte Shaffy seinen größten Hit: Sammy, für den er 1967 eine Goldene Schallplatte von Mies Bouwman erhielt. 1968 folgte ein zweites Programm: Shaffy Chantant mit erneut Liesbeth List und unter anderem Thijs van Leer (dem das Lied Jij bent nu daarbinnen gewidmet ist) sowie Marjol Flore.
Am 5. Mai 2009 wurde bekannt, dass Shaffy an Speiseröhrenkrebs litt, an dem er am 1. Dezember verstarb. Er wurde am 8. Dezember 2009 auf dem Friedhof Zorgvlied beigesetzt. Sein Grab liegt an der kleinen Platzfläche Bouwmeester, direkt unter einem jungen Baum. Während seiner Beerdigung war dieser Baum mit roten Rosen und weißen Bändern geschmückt, auf denen jeweils ein Wort aus dem Text stand: Zing, vecht, huil, bid, lach, werk en bewonder. Nicht ohne uns.
Top 2000
In der 23. Ausgabe der Top 2000 ist Ramses mit folgenden Einträgen vertreten:
Sunday Morning Classic: Dag En Nacht
Am 20. Februar 2020 war Ramses unser Gast als Sunday Morning Classic mit seinem Album 'Dag En Nacht'.
Dag en nacht ist bereits das sechste Studioalbum von Ramses und wurde 1978 veröffentlicht. Es enthält den Hit ‚Laat me‘, der immer noch hoch in den Top 2000 glänzt. Der Song steht sogar zweimal in den Top 2000, da er auch zusammen mit Alderliefste und Liesbeth List veröffentlicht wurde.
Es ist wieder eine typische Ramses Shaffy-Platte. Höhepunkte wechseln sich mit schwächeren Momenten ab, wobei dies die Shaffy-Platte mit den meisten und besten Knallern ist. ‚Laat Me,‘ ‚Dag en Nacht,‘ ‚Ik Drink,‘ ‚Zo Triest‘ und ‚Laten We Samen Zijn Vanacht‘ gehören zu den besten Songs im Werk von Shaffy, und auch Ramsebams ist sehr schön.
Der Song ‚Espresso‘ ist ein meisterhaftes Lied der 70er Jahre mit einem Frauenchor dazu. Das Lied wird jedoch von vielen Leuten verrissen.
‚Ich werde auch mal sterben, daran komme ich wirklich nicht vorbei Ich lasse meine Lieder dann einfach umherziehen, und sonst suchst du es dir aus‘
(Quelle: diverse Websites und Wikipedia)










