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Robert Palmer

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Robert Palmer

Robert Palmer wird am 19. Januar 1949 in der Grafschaft Yorkshire, England, geboren. In den frühen 70er Jahren ist er Mitglied in Bands wie Mandrake, Alan Bown Set, Da Da und Vinegar Joe (mit Elkie Brooks und Mike Deacon).

Weltweite Bekanntheit

Als diese letzte Band 1974 auseinanderfällt, bleibt Robert Palmer als Solokünstler bei Island Records. Noch im selben Jahr veröffentlicht er sein erstes Soloalbum: Sneakin Sally Throu the Alley, gefolgt von Pressure Drops (1975) und Some People Can Do What They Like (1976). Palmer zieht auf die Bahamas und 1978 erscheint Double Fun mit seinen ersten weltweiten – wenn auch bescheidenen – Hits: 'Every Kinda People' und 'Best of Both Worlds'.

Bad Case Of Lovin' You

Im darauffolgenden Jahr gelingt Palmer mit dem kraftvollen Rocksong 'Bad Case of Loving You (Doctor, Doctor)' der Durchbruch. 1980 geht es richtig los: Er landet mit 'Can We Still Be Friends', geschrieben von Todd Rundgren, in den Charts. Später im Jahr erscheint das Album Clues mit den Singles 'Johnny and Mary' und 'Looking For Clues'. Es sind keine Nummer-1-Hits, aber Palmer etabliert sich als verlässlicher Lieferant guter Popsongs, die weltweit viel im Radio gespielt werden.

Powerstation

1985 wird er für das musikalische Projekt von John und Andy Taylor von Duran Duran: The Power Station, angefragt. Das Trio, zu dem auch Schlagzeuger Tony Thomson von Chic gehört, nimmt ein von Bernard Edwards, dem ehemaligen Chic-Produzenten, produziertes Album auf, mit den Singles 'Some Like It Hot' und der T-Rex-Coverversion 'Get It On'. Palmer möchte nicht bei den Liveauftritten von The Power Station mitwirken und verlässt die Band.

Addicted To Love

Noch im selben Jahr erscheint sein eigenes Album Riptide, ebenfalls produziert von Bernard Edwards. Die Single 'Addicted To Love' wird ein Welthit, nicht zuletzt dank des auffälligen, provokanten Musikvideos, das von MTV eifrig ausgestrahlt wird. Dafür gewinnt er einen Grammy. Mit der zweiten Single von Riptide, 'I Didn't Mean To Turn You On', wiederholt er den Erfolg: Das Video mit derselben sexy Damenband im Hintergrund wird erneut viel von MTV gespielt und auch diese Single wird ein Hit.

Simply Irresistible

1987 zieht Palmer in die Schweiz. Ein Jahr später landet er erneut einen Hit mit 'Simply Irresistible' (wofür er erneut einen Grammy erhält) und 'She Makes My Day'. 1990 veröffentlicht er die Single 'I'll Be Your Baby Tonight' zusammen mit UB40, mit denen er zuvor bereits getourt war.

Letzter Höhepunkt

Mit 'Mercy Mercy Me' erreicht Palmer 1991 einen letzten Höhepunkt. In den 90er Jahren veröffentlicht er regelmäßig Singles und Alben, tourt weltweit und tritt in diversen TV-Shows auf. Echte Hits bleiben aus, doch Palmer bleibt ein hochgeschätzter Künstler, der einen besonderen Platz in der Popmusik einnimmt.

Bluesbrother

Nach fünf Jahren erscheint 1999 wieder ein Album mit komplett neuem Material: Rhythm and Blues. 2003 veröffentlicht Palmer ein Album voller Bluessongs: Drive. Kritiker loben seine Rückkehr zum Blues und Rhythm & Blues (R&B).

R.I.P.

Während der Promotion-Tour für dieses Album erleidet Robert Palmer am 26. September 2003 in einem Hotel in Paris einen Herzinfarkt. Palmer war mit seiner Partnerin Mary Ambrose kurz nach einem Fernsehauftritt in Großbritannien in der französischen Hauptstadt. Er stirbt noch am selben Tag.

Top 2000

Palmer war viele Male in der Top 2000 vertreten, doch in den letzten Ausgaben fehlt er. Das kann natürlich nicht sein! In unserer eigenen Top 2000, die auf Spotify zu finden ist, haben wir ihm definitiv einen Platz gegeben.

Sunday Morning Classic: Some People Can Do What They Like

Im Laufe seines Lebens hat Palmer zahlreiche schöne und auch erfolgreiche Alben veröffentlicht. Am 13. März 2022 lag bei uns das Album Some People Can Do What They Like als Sunday Morning Classic auf dem Plattenteller.

Some People Can Do What They Like ist das dritte Soloalbum von Robert Palmer, veröffentlicht 1976. Es enthält "Man Smart, Woman Smarter", das 1977 Platz 63 der Billboard Pop Singles-Charts und Platz 46 im Vereinigten Königreich erreichte. Das Album wurde Mongezi Feza gewidmet (südafrikanischer Jazztrompeter, der im Dezember 1975 im Alter von 29 oder 30 Jahren an den Folgen einer unbehandelten Lungenentzündung starb). Das Modell auf dem Cover, auf dem Palmer in ein Spiel Strip-Poker verwickelt ist, ist Denise Michele, Playmate des Monats im Playboy-Magazin April 1976.

Es ist ein tolles Album, swingender Funk, wie wir ihn von Palmer erwarten dürfen. Unterstützt von fast der gesamten damaligen Little Feat-Band. Während des gesamten Albums sind Bass und Percussion sehr tight, und am Klavier hören wir Bill Payne in Bestform. Robert Palmers Gesang ist voller Energie und Soul. Es gibt eigentlich keinen schwachen Song. Besonders schön ist die Coverversion von King Radio, Man Smart, Woman Smarter (ursprünglich aus dem Jahr 1936!!). Gute Interpretation des Feat-Klassikers Spanish Moon. Lecker fetter Funk in Some People, und so könnte ich noch weitermachen. Für Fans des Genres eine absolute Empfehlung.

Es gibt drei Alben von Robert Palmer, die es wert sind, besessen zu werden, und dies ist eines davon. Die anderen beiden sind "Pressure Drop" und "Sneaking Sally Thru the Alley".

Foto: Nathan Callahan

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