Leider habe ich sie nie zusammen auftreten sehen, nur einzeln. Art, glaube ich, irgendwo 1996 in Eindhoven und Paul zweimal im Ziggo. Die Kombination ihrer Stimmen finde ich persönlich am schönsten. Ich denke, mein Lieblingsalbum ist "The Concert in Central Park".
Simon & Garfunkel
Simon & Garfunkel war ein amerikanisches Gesangsduo der 60er Jahre, bestehend aus Paul Simon und Art Garfunkel. Während ihrer Schulzeit begannen Simon und Garfunkel, Lieder unter anderem von The Everly Brothers zu singen. 1956 nahmen sie die Künstlernamen Tom and Jerry an (Paul Simon als Jerry Landis und Art Garfunkel als Tom Graph), starteten damit offiziell ihre Karriere und erhielten einen ersten Plattenvertrag. 1957 schrieben sie erstmals eigene Texte und landeten ihren ersten Hit: "Hey schoolgirl". Weitere Versuche, Hits zu landen, waren nicht erfolgreich, und nach der Schule gingen sie getrennte Wege.
In der folgenden Zeit sahen sie sich wenig. 1962 trafen sie sich wieder und Ende 1963 traten sie unter dem Namen Simon & Garfunkel auf.
Da ihre Musik 1967 als Soundtrack für den Film The Graduate (mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle) verwendet wurde, nahm ihre Karriere Fahrt auf. Mit ihren ruhigen, eingängigen und mild gesellschaftskritischen Liedern stiegen sie in den Charts auf. Lieder wie "The Sound of Silence", "Homeward Bound", "I am a rock", "Kathy's song", "April come she will", "A hazy shade of winter", "America", "Scarborough fair", "Mrs. Robinson", "The Boxer", "Bridge over troubled water", "Cecilia", "El condor pasa" und "My little town" sind noch immer vielen Menschen bekannt. Sie widmeten auch einen Song dem berühmten Architekten Frank Lloyd Wright.
Einige ihrer Songs haben den Status von Evergreens erreicht. Simon & Garfunkel gewannen zusammen fünf Grammy Awards für ihre Alben. Das Duo trennte sich 1970.
Nach elf Jahren kamen Paul Simon und Art Garfunkel am 19. September 1981 für ein einmaliges Konzert im Central Park in New York zusammen. Fast eine halbe Million Menschen waren bei diesem denkwürdigen Auftritt dabei. 2003 erhielten sie den Grammy Lifetime Achievement Award.
2004 veranstalteten sie die Old Friends Tour, und im Februar 2009 kündigte Garfunkel an, dass sie möglicherweise wieder auf Tour gehen würden. Im Juni und Juli 2009 gab es eine Tour durch Australien, Neuseeland und Japan.
Sunday Morning Classics: Bridge over troubled water
Am 24. Mai 2020 waren Simon & Garfunkel als Sunday Morning Classic mit dem Album "Bridge over Troubled Water" zu Gast.
Simon and Garfunkel's Schwanengesang von 1970, Bridge Over Troubled Water, war sowohl ihre müheloseste Platte als auch ihre ambitionierteste. Das Duo verbrachte den Großteil der 60er Jahre als hochgeschätzte Folk-Formation, die sich durch ihre intuitiven Harmonien und Paul Simons artikuliertes Songwriting auszeichnete. Dieses abwechslungsreiche Album enthält die Wurzeln von Paul Simons späterer Verarbeitung afrikanischer und südamerikanischer Rhythmen in cleveren Popsongs, insbesondere "El Condor Pasa (If I Could)". Die Melodie ist hunderte Jahre alt, aber Simon entdeckte sie über eine zeitgenössische peruanische Gruppe namens Los Incas. Er schrieb neue englische Texte über das Ländliche versus das Städtische, und er und Garfunkel sangen sie über das originale instrumentale Stück. Besonders nach dem grandiosen Gospel des Titelsongs klingt das Stück sowohl exotisch als auch bescheiden. Später schwillt "Keep the Customer Satisfied" mit gigantischen Blechbläsern an, "Baby Driver" bringt etwas R&B-Saxophon ein, und "Cecilia" klingt mit seiner Pennywhistle-Solo und Handklatsch-Percussion unglaublich mitreißend. Trotz der Breite des Sounds – und trotz der Zerwürfnisse ihrer Beziehung – klingt Bridge wie eine vereinte Aussage, belebt durch Stile und Rhythmen, die an der Schwelle zwischen diesen beiden Jahrzehnten im Popradio selten zu hören waren.
Die Albumversionen auf Bridge halten nachweislich besser stand als die Singles – oder vielleicht liegt es einfach daran, dass wir alle den Titelsong und den Opener der zweiten Seite "The Boxer" so oft gehört haben, während Lieder wie "Keep the Customer Satisfied" und "Baby Driver" noch immer weniger bekannt klingen und daher voller Überraschungen sind. Bridge offenbart eine Fülle seltsamer, aufregender klanglicher Details, während Simon, Garfunkel und Co-Produzent Roy Halee kleine Klangeffekte einfügen, wie den verstörenden Skiffle-Beat bei "Why Don't You Write Me" oder die Publikums-Rhythmussektion in der Live-Version von "Bye Bye Love". Der Titelsong verdankt sein überdimensionales Drama nicht nur Garfunkels intensiver, präziser Gesangsdarbietung, sondern auch der resonierenden Percussion, die das hallende Knarren von Klang gegen eine Kathedralenwand nachahmt. Dank der ätherischen Orgel und des melodisch prominenten Basses von Joe Osborn klingt "The Only Living Boy in New York" praktisch schwerelos, als wäre Manhattan so einsam und verlassen wie der Mond. Das Lied bleibt eine der natürlichsten und überraschendsten Verbindungen von Klang und Gefühl im Katalog von Simon.
Quelle: Wikipedia und Jan Liebregts
Foto: Eddie Mallin (1982)
https://www.simonandgarfunkel.com/













