Anton Jan Wouters habe ich nach seinen Erinnerungen an The Cure gefragt. "Es war der 8. Mai 1982, IJsselhal Zwolle... dort sah ich sie zum ersten Mal. Es war ein kleines Experiment, denn ich kannte sie eigentlich nicht. Auf Empfehlung einer Klassenkameradin (Ingrid Kappert, Fan der ersten Stunde) kaufte ich eine Karte für den geringen Betrag von NLG 17,50... (ca. 7,50 €). Seitdem bin ich verkauft. Ich stand vorne, direkt an der Bühne, um The Cure zu sehen und zu hören. Robert Smith, noch jung, natürlich schon ein bisschen alternativ. Simon Gallup und Lol Tolhurst waren natürlich auch dabei. Neben Robert Smith fiel besonders der Bassist auf. Der Bass hing fast bis zu seinen Knien, er spielte nach vorne gebeugt, schwer konzentriert und schwitzte. "A Forest" war damals mein Lieblingssong und ist es immer geblieben... auch bei den viel größeren Konzerten in zum Beispiel Ahoy oder Antwerpen. Großartige Band..."
The Cure habe ich selbst etwa dreimal live sehen dürfen. Nach dem ersten Mal dachte ich, das war's, nach dem letzten Mal war ich wieder total begeistert!
The Cure
The Cure ist eine 1976 in Crawley (Vereinigtes Königreich) gegründete New-Wave-Band. Ursprünglich hieß die Band The Easy Cure. Die Band wird neben New Wave auch den Genres Gothic Rock und Postpunk zugeordnet. Die Band debütierte 1979 mit dem Album Three Imaginary Boys. Die erste Single, "Killing an Arab", sorgte sofort für Kontroversen wegen des vermeintlich rassistischen Charakters des Songs. Tatsächlich basierte sie auf dem Roman Der Fremde von Albert Camus. Aber es war die Single "Boys don't cry", die im Juni 1979 der Gruppe den Weg zu einem bescheidenen Kultstatus ebnete.
1980 gelang The Cure mit dem Album Seventeen Seconds der große Durchbruch, dessen Single "A Forest" ein internationaler Hit wurde. Der Stil von Seventeen Seconds wurde von einigen als Gothic oder Postpunk bezeichnet; ein Stil, der stark an die Musik von Joy Division angelehnt ist und zu dem auch Siouxsie and the Banshees gehörten. Nach Pornography setzte Robert Smith, Sänger/Gitarrist und Kopf von The Cure, die Gruppe auf Eis und widmete sich fast vollständig Siouxsie and the Banshees, bei denen er als Gitarrist einsprang. Außerdem produzierte er zusammen mit dem Bassisten der Banshees, Steven Severin, das Album "Blue Sunshine", das unter dem Bandnamen 'The Glove' veröffentlicht wurde.
Anfang der 1980er Jahre veröffentlichte Smith einige eigene Songs unter dem Namen The Cure. Mit erfolgreichen Songs wie "Let's go to bed", "The Walk" und "The Lovecats" brach er vollständig mit der düsteren Musik der vorherigen Alben: Seventeen Seconds, Faith und Pornography. In dieser Zeit spielte Robert Smith auch mit den Medien, machte vage Aussagen und deutete oft das Ende der Band an. Im Laufe der 1980er Jahre bewegte sich der Sound von The Cure zwischen der Leichtigkeit ihres Debütalbums und dem düsteren Klang von "A Forest". Die Band entwickelte sich zu einer der beliebtesten New-Wave-Bands.
2012 und 2019 gab die Band Auftritte auf Pinkpop, wo sich zeigte, dass die Band noch bemerkenswert gut unterwegs war und auch das jüngere Pinkpop-Publikum ansprach. Sänger Robert Smith sagte in einem Interview, dass Alter in der Musik eigentlich keine Rolle spielt und dass er weitermachen will, solange es ihm gelingt, sich in Texten und Musik so auszudrücken, wie er es möchte, und damit das Publikum anzusprechen. Er gab jedoch zu, dass es "etwas länger dauert, um aus seinem normalen Leben loszukommen und sich auf einen Auftritt vorzubereiten, wie zum Beispiel auf Pinkpop."
2015 bearbeiteten sie "A few hours after this" speziell für die Polizeiserie Luther. Der Song erschien ursprünglich 1985 als B-Seite von "In between days".
2018 feierte die Band ihr 40-jähriges Bestehen und gab ein Konzert im Hyde Park, London.
Quelle: Wikipedia Foto: Alexander Blum und Joe Bielawa
https://www.thecure.com/
"The Head on the Door" lag bei uns am 15. Dezember 2019 unter der Nadel während unserer Sunday Morning Classics.





















