The Sisters of Mercy ist eine 1980 gegründete Band, ins Leben gerufen von Andrew Eldritch und Gary Marx. Mit Andrew Eldritch als Schlagzeuger und nur einer Gitarre sowie einem Übungsverstärker von 3 Watt nehmen sie eine Single auf, um sich selbst im Radio zu hören. Sie gründen ihr eigenes Label, Merciful Release, um ihre Platten unabhängig veröffentlichen zu können. So werden von der Single The Damage Done / Watch / Home Of The Hit-Men 1000 Exemplare hergestellt. Später war die Gruppe mit dem veröffentlichten Werk sehr unzufrieden. Eldritch wünschte sich einen radikal anderen Ansatz und übernahm den Gesang. Außerdem wurde eine Drumcomputer eingesetzt, der auch Doktor Avalanche genannt wird. The Sisters of Mercy schufen damit einen innovativen Sound. Mit Singles wie Alice lernt England den echten Sound von The Sisters of Mercy kennen.
1984 stieß Wayne Hussey zu The Sisters of Mercy. Er konzentrierte sich auf die akustische und Doppelhalsgitarre. 1986 verließen Craig Adams und Wayne Hussey die Band wegen Meinungsverschiedenheiten über Material und Tourneen, um die Band The Mission zu gründen. Nach freundschaftlicher Trennung wollten Adams und Hussey eigentlich unter dem Namen The Sisters of Mercy weitermachen, doch Eldritch machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Danach wählten sie den Namen The Sisterhood, womit Eldritch ebenfalls nicht einverstanden war. Eldritch veröffentlichte daher hastig das Album Gift mit einem von ihm geschaffenen Ein-Mann-Projekt The Sisterhood. So behielt er auch die Rechte an diesem Namen. Adams und Hussey wählten den Namen The Mission, nach dem Projektalbum Left On Mission And Revenge, an dem die Ex-Sisters of Mercy-Mitglieder vor ihrem Weggang gearbeitet hatten.
1987 veröffentlicht The Sisters of Mercy "Floodland". Für dieses Album holt Eldritch die Bassistin Patricia Morrison hinzu. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Gruppe nur aus Eldritch und Morrison. Mit dem Album erzielen sie einen ihrer größten Erfolge. Die Singles: This Corrosion, Lucretia my Reflection und Dominion sind sehr erfolgreich in den Charts. Ende der 80er Jahre verlässt Morrison die Gruppe. Eldritch steht eine Zeit lang allein, bis sich 1991 Andreas Bruhn den 'Sisters' anschließt. Bruhn und Andrew arbeiten an einem neuen Album. Auch Tony James und Tim Bricheno werden gefragt, die Besetzung zu vervollständigen. Nach fast 5 Jahren ohne Bühnenauftritte spielen The Sisters of Mercy wieder live. Die Begeisterung wird in eine Europatournee umgesetzt.
1992 hat die Band ihren größten Erfolg mit der neu veröffentlichten, überarbeiteten Version von Temple Of Love. Dieser Song, in dem auch Ofra Haza zu hören ist, wird ihr größter internationaler Hit ihrer Karriere.
1997 ändert sich die Besetzung der Band erneut: Chris Sheehan verstärkt die Gitarristen von The Sisters of Mercy. Nur ein Jahr nach seinem Beitritt verlässt er die Gruppe und wird durch Mike Varjak ersetzt. Seit den 90er Jahren wurde wenig neues Material veröffentlicht. Dennoch touren The Sisters mit gelegentlichen Pausen weiterhin durch Europa und die Vereinigten Staaten. 2006 startete die Band mit der jüngsten Besetzung (Chris Catalyst und Ben Christo an den Gitarren, die jetzt ungefähr so alt sind wie Andrew Eldritch zu Beginn der Sisters!) die Sisters Bite The Silver Bullet Tour, die mit Unterbrechungen um die ganze Welt ging.
Bemerkenswert ist, dass während dieser Tour Klassiker wie Floorshow (Minneapolis, First Avenue, 18. November 2008) und Good Things (Tienen, Suikerrock 26. Juli 2008) gespielt wurden – aber nicht bei jeder Show.
Ein neues Studioalbum ist immer noch nicht erschienen, und ob es jemals kommt, wird sogar von den Bandmitgliedern bestritten. In einem Interview auf der Website Mlive.com vom 12. November 2008 sagte Chris Catalyst: "Es wird bald kein neues Album geben. Solange die Plattenindustrie sich nicht öffnet und eine Bewegung nach vorne macht, machen wir einfach weiter Songs und spielen live. Übrigens werden bei unseren Konzerten sowieso alle Aufnahmen von Fans gemacht und über das Internet ausgetauscht."
Quelle: Wikipedia Foto: Sven Mandel und Mendor




